Anglerverein Forst-Süd e.V.
Die nächsten Termine sind:
Winterwanderung am 01.02.2020
09:00 Uhr an der Rennbahn
Vorstandssitzung am 03.02.2020
19:00 Uhr in der Gaststätte "Am Turnplatz"
Vorstandssitzung am 02.03.2020
19:00 Uhr in der Gaststätte "Am Turnplatz"
Jahreshaupt- und Wahlversammlung: am 09.03.2020
um 19:00 Uhr in der Gaststätte "Am Turnplatz"




Sie sind hier: Kleine Fischkunde  (zuletzt aktualisiert: 03. 10. 2018 - 15:11:44)

Fische

Kleine Fischkunde

Aal (Anguilla anguilla)  
mit seinem typischen schlangenförmigen, runden Körper einer der bekanntesten Fische (beliebter Speisefisch). Die Männchen bleiben meist kleiner (bis zu 50 cm), die Weibchen können dagegen mehrere Pfunde schwer und über 130 cm lang werden. Der Kopf der Aale ist entweder am Maul spitz zulaufend (Spitzkopfaal) oder breit (Breitkopfaal). Dabei bleibt der Spitzkopfaal meist ein Kleintierfresser, der Breitkopfaal wird häufig zum Raubaal. Die Augen des Aales sind klein. Die Kiemenspalten sind unauffällig klein wie auch seine Schuppen. After-, Schwanz- und Rückenflosse bilden einen geschlossenen Flossensaum, die Bauchflossen fehlen. Erst im vierten Lebensjahr gelangen sie als 6 - 8 cm lange, durchsichtige Glasaale aus ihren Laichgebieten vom Sargasso-Meer kommend in unsere europäischen Gewässer. Als Steigaale ziehen sie jetzt die Flüsse und Ströme hinauf und nehmen in dieser Zeit eine graue bis grünliche Färbung an. Nun beginnen sie, intensiv Nahrung aufzunehmen (Larven, Schnecken, Krebstiere, Muscheln, Lurche und auch Fische). Die Bauchseite färbt sich gelb (Gelbaal). Bis zu zehn Jahre bleibt er in unseren Gewässern, dann färbt sich bei dem nun ausgewachsenen Aal die Bauchseite weiß bis silbrig glänzend. Dieser Blankaal nimmt keine Nahrung mehr zu sich und wandert unaufhaltsam dem Meere entgegen. Die Augen des jetzt laichreifen Aales vergrößern sich deutlich, ebenso seine Sexualorgane. Er wandert bei uns meist im Spätsommer ab zum Sargasso-Meer und wird dort nach dem Laichen sterben. Aale sind überwiegend nachts aktiv und besitzen einen ausgezeichneten Geruchssinn. Sie leben am Gewässergrund und sind somit vom Angler mit einer Grundangel zu fangen. Vorsicht jedoch bei Aalblut - es ist giftig und schleimhautreizend! Das Gift verliert aber seine Wirkung, wenn es über +60°C erhitzt wird. In den letzten Jahren wird ein sehr starker Rückgang der Aalbestände registriert. Der intensive Fang von Glasaalen (auch zum Verzehr!) trägt sicherlich zu dieser Situation bei!

Hecht (Esox lucius)
mit typischer, unverwechselbarer Körperform (Pfeilform). Sein breites Maul weist große Fang- und sehr viele kleinere, nach hinten gerichtete Hechelzähne auf. Die Reusenzähnchen der Kiemen sind scharf. Sein Körper zeigt braungrüne bis olivfarbene Querflecken auf. Als Standfisch und Krautlaicher ist er in allen nicht zu schnell fließenden Gewässern anzutreffen, wo er lauernd auf Beute jagt, die er in einem Stück verschluckt. Beutetiere (Fische, Lurche, manchmal auch kleine Wasservögel oder Säugetiere) erfaßt er mit den Augen und dem am Kopf besonders gut ausgeprägtem Ferntastsinn. Der Hecht läßt sich auch als Pfleger von Fischbeständen verstehen, wenn er nicht in zu großer Zahl auftritt, denn häufig fallen ihm zuerst kranke und schwache Tiere zum Opfer. Laichzeit Februar bis April. Hechte können pro Jahr ein Pfund zunehmen.

Karpfen (Cyprinus carpio)
grob unterscheiden wir - neben anderen Zuchtformen - Schuppenkarpfen (Körper vollständig mit Schuppen besetzt), Spiegelkarpfen (Schuppenreihe auf dem Rücken, Schuppen vereinzelt auf dem Schwanzstiel und an den Flossenansätzen sowie den Flanken) und Lederkarpfen (ganz ohne Schuppen). Der Wildkarpfen gilt als der Stammvater der genannten Zuchtkarpfenarten. Der erste Strahl der verhältnismäßig großen Rückenflosse ist wie der erste Strahl der Afterflosse ein Sägestrahl. Die Körperform dieses behäbig wirkenden Friedfisches ist je nach Lebensraum stark hochrückig und gedrungen in Fließgewässern bis fast spindelförmig in stehenden Gewässern. Vier Barteln an seinem dicklippigen, ausstülpbarem Maul sind sein besonderes Kennzeichen. Als Bodenfisch ernährt er sich von dort vorkommenden Kleintieren und Pflanzen, selten kleinen Fischen, geht aber in warmen Jahreszeiten gern zur Nahrungsaufnahme an die Oberfläche. Zeigt der Rücken braungrüne bis blaugrüne Töne, so sind die Seiten meist gelb- bis bronzefarbig. Die Laichzeit der Karpfen setzt Wassertemperaturen von +20°C und mehr bei möglichst gutem Pflanzenwuchs voraus. Beste Fangzeiten für den Fang mit der Angel liegen von Juli bis September.

Rotauge (Rutilus rutilus)
Auch Plötze - Cyprinide der fließenden und stehenden Gewässer, weit verbreitet, geselliger Fisch, scheu, mit leicht hochrückigem Körper, oberseitig grüngrau bis blaugrau und zu den Seiten hin langsam in silberglänzend übergehend, der Kopf erscheint mit dem endständige Maul recht kurz. Die Rückenflosse beginnt in gleicher Höhe wie die Bauchflossen, der Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse ist sehr schwach gekielt, fast rund. Die Rückenflosse zeigt keine rötlichen Färbungen, Auge rot. Selten erreichen Rotaugen Längen von 40cm, ihre Laichzeit liegt schon im April oder Mai, dabei werden die Eier an Wasserpflanzen geheftet. Die Nahrung besteht aus allerei Kleingetier im Wasser und Pflanzen. Trotz vieler Feinde halten sich Bestände gut. Das hat zwei Gründe. Rotaugen haben beim Laichen eine sehr hohe Eierzahl, und sie werden früh geschlechtsreif.

Rotfeder (Scardinius-erythrophtalmus)
bis 30 cm langer karpfenartiger Schwarmfisch, in unseren Flüssen und Seen des Süßwasserbereiches weit verbreitet. Die Laichzeit reicht von April bis Juni, wobei die Rotfedern den Laich wie Rotaugen an Wasserpflanzen heften und auch sonst den Rotaugen in Lebensweise, Vorkommen und Körperbau stark ähneln. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind: a) Die Rückenflosse der Rotfeder beginnt deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen. b) Zwischen den Bauchflossen und der Afterflosse hat die Rotfeder einen scharf gekielten Bauch (Rotauge - schwach kielförmiger, fast runder Bauch).

Schleie (Tinca tinca)
scheuer und heimlicher Bodenfisch, der beachtliche Größen (bis 70 cm und über 5 kg) erreichen kann. Auch die Schleie zeigt eine unverwechselbare Gestalt: Zwei kleine Barteln am dicklippigen Maul, Körper leicht spindelförmig gestreckt mit sehr kleinen Schuppen, dicker Schleimhaut und abgerundeten, dunklen Flossen. Bei den Milchnern sind die Bauchflossen so lang , daß sie den After bedecken. Der zweite Bauchflossenstrahl ist verdickt und gebogen, so kann fast der Eindruck entstehen, als seien die Bauchflossen deformiert. Die dunkel olivgrüne Färbung geht zum Bauch hin in gelbe bis goldige Farbtöne über. Bevorzugt lebt die Schleie in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit schlammigem Untergrund und gutem Pflanzenwuchs, wobei sie das Licht meidet. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Bodentierchen, die sie durch "Gründeln" am Boden aufspürt und sich häufig dadurch verrät, daß vom Boden aus Blasen aufsteigen. Von Mai bis in den Juli hinein finden sie sich zum Laichen zusammen und heften den Laich an Wasserpflanzen. Ab August kann sie gut geangelt werden, zum Winter hin begibt sie sich auf den Gewässergrund in eine Winterruhe, ohne dabei Nahrung aufzunehmen. Die Schleie gilt als wichtiger Begleitfisch in Karpfenteichen.

Wels (Silurus glanis)
Auch Waller - er ist mit Längen bis 2,7 m und über 300 kg der größte Raubfisch Mitteleuropas. Bevorzugt lebt er in Deutschland im Donaubereich, den Voralpenseen und im östlichen Deutschland in tieferen Seen und der Oder mit ihren Nebenflüssen (häufig in den Seen Kärntens). Eine reichliche Wasserpflanzenwelt kommt der Lebensweise dieses Grundfisches entgegen. Tagsüber zurückgezogen lauert er ruhig am Grund auf vorbeiziehende Beute. Nachts beginnt die Nahrungssuche auf Fische, Krebse, Würmer, Lurche, und auch Wasservögel und kleine Säugetiere. Sein vorn rundlicher und nach hinten abgeplatteter, schuppenloser Körper ist farblich dem dunklen Gewässergrund angepaßt. Bei den Flossen fallen die sehr kleine Rückenflosse und der lange Afterflossensaum auf. Das breite Maul, an der Unterseite mit vier kürzeren, an der Oberseite mit zwei längeren Barteln, ist reichlich mit Hechelzähnen versehen. Die Augen sind auffallend klein. Zur Laichzeit im Mai/Juni ziehen Paare ins flache Wasser, die kleinen Eier haften am Kraut und werden einige Zeit bewacht. Die geschlüpften jungen Welse zeigen große ähnlichkeit mit Kaulquappen (Larven der Frösche und Kröten), wachsen jedoch sehr schnell heran. Welse gelten als sehr gefräßig, haben wohlschmeckendes Fleisch, die Haut kann zu Leder verarbeitet werden. Ihr Blut ist schleimhautreizend. Bestand stark gefährdet.

Zander (Stizostedion lucioperca)
zählt zu den echten Barschen, obgleich er eine hechtähnliche Gestalt aufweist. Als Jungfisch kann er mit dem Flußbarsch verwechselt werden. Der spitz zulaufende Kopf zeigt ein großes, endständiges Maul mit kräftigen Fangzähnen. Die erste Rückenflosse ist mit Stachelstrahlen ausgestattet, die zweite mit Weichstrahlen, beide sind mit schwarzen, in Längsreihen angeordneten, Flecken versehen. Ein kräftiger, spitzer Dorn am Kiemendeckel wie beim Flußbarsch fehlt. Die Brust-, Bauch- und Afterflossen sind grau bis gelb gefärbt, die Bauchflossen stehen brustständig. Die rauhen Kammschuppen des Zanders können beim Transport mit anderen Fischen zur Verletzung der Schleimhaut führen (deshalb Zander und Barsche nicht mit anderen Fischen transportieren). Zander lieben leicht trübe, hinreichend tiefe, langsam fließende und stehende Gewässer mit ausreichendem Sauerstoffgehalt (mindestens 3,5 mg/l) und sandigem oder kiesigem Untergrund. Zur Laichzeit (April/Mai) ziehen sie ins flache Wasser und heften die Eier in Klumpen an Gestrüpp oder Wasserpflanzen (der Laich des Zanders ist sehr robust und kann auch transportiert werden). Sie können dem Zander selbst in der Dämmerung und nachts mit Würmern, Köderfischen, Spinnern, Wobblern, Blinkern, Twistern oder Fischfetzen mit Posenangel oder Schleppangel nachstellen.

Quellen: wikipedia/taunton-angling

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