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Der Wäschereimaschinenbau in Forst

Eine Geschichte mit langer Tradition, die vor einigen Jahren bereits ihr Ende gefunden hat.

Diese Erfolgsgeschichte begann zur Kaiserzeit im Jahr 1887, setzte sich fort in der Weimarer Republik, konnte auch die Zeit des Dritten Reiches überstehen, entstand aus den Trümmern des verheerenden 2. Weltkrieges neu, wurde zum Symbol des Wiederaufbaus, überstand die Mangelwirtschaft der DDR um nach der sogenannten "Wende", die für den Wäschereimaschinenbau eigentlich ein kontinuierliches Sterben war, für immer durch Arroganz, Ignoranz, Falschberatung und Geldgier zu enden.
Eine Firma, die mit wenigen Arbeitskräften begann und in der Hochkonjunktur mehr als 500 Arbeitskräften Lohn und Brot gab, hatte zum Zeitpunkt der Insolvenz nicht einmal mehr 60 Mitarbeiter. Trotz der Zahlung von Konkursausfallgeld in Höhe von 3 Monatlöhnen nach der Insolvenz blieb den Mitarbeitern ein mehrmonatiger Lohnverlust.

Die Geschichte des Wäschereimaschinenbaus endete für die verbliebenen Mitarbeiter am 29. Juni 1999, an dem der Gang zum Arbeitamt unausweichlich wurde.
Alle weitern Aktionen, wie Abarbeitung von letzten Aufträgen und Katalogisierung des Bestandes an Ausrüstungen, Werkzeugen und Geräten zur Insolvenzversteigerung endeten an diesem Termin:
Nachdem die Rentner-Weihnachtsfeier der Textima zur Zusammenkunft aller früheren Mitarbeiter erweitert wurde, treffen sich alle "Ehemaligen" alljährlich vor dem 1. Advent, um Erinnerungen auszutauschen oder in vertrauter Runde über "Gott und die Welt" zu diskutieren.

Als beim Treffen im November 2016, wie auch im Jahr zuvor, Brigadebücher, alte Zeitungen und andere Dokumente die Runde machten, habe ich mich entschlossen, diese Seite zu erstellen, auch wenn vielleicht viele ehemalige Kollegen keinen Zugang zum Internet haben. Ich möchte hiermit aufzeigen, dass die Erinnerungen an den Wäschereimaschinenbau in Forst (noch) nicht tot sind.
Solange sich die ehemaligen Mitarbeiter noch treffen und sich als eine Gemeinschaft verstehen, lebt der Wäschereimaschinenbau, wenn auch nur noch in der Erinnerung.

Der Inhalt dieser Seiten besteht im Wesentlichen aus Informationen, die aus dem Dokument "40 Jahre Wäschereimaschinenbau Forst(Lausitz)" einschließlich der "Rotfärbung", wie sie in dieser Zeit üblich war, entnommen wurde, und sehr umfangreichem Material aus der "Lausitzer Rundschau", die über die Jahre 1997-1999 gesammelt wurden. Ergänzendes Bildmaterial kommt auch aus der Broschüre von Perlick & Partner, die die Insolvenzversteigerung durchgeführt haben.

  

Alle weiteren Unterlagen stammen aus dem Fundus der Kolleginnen und Kollegen der Firma. Dokumente, die im Laufe der Zeit für wichtig erachtet und gesammelt wurden, sind für die Darstellung auf diesen Seiten kostenlos zur Verfügung gestellt worden.

Aus Kostengründen war es nicht möglich das Archiv der Stadt Forst zu nutzen, deshalb ist und bleibt diese Darstellung des Wäschereimaschinenbaus eine private Initiative der Wäschereimaschinenbauer, zu der öffentliche Institutionen keinen Beitrag geleistet haben.

Der Dank gilt allen, die zur Erstellung und Aktualisierung der Website beigetragen haben.


Wer diese Seite durch eigene Bilder oder Dokumente bereichern und ergänzen möchte, kann das gerne tun, indem er mir diese zur Veröffentlichung auf dieser Seite zur Verfügung stellt.

Günter Niewiadomski

 
Letzte Aktualisierung: 02.12.2017, 10:44:02